Online Poker ist zur Zeit wieder in aller Munde. Sei es durch den erst kürzlich wieder aufgeheizten Skandal rund um den Anbieter Full Tilt und seine Hintermannen, durch Gesetzesänderungen in Deutschland oder ganz aktuell aufgrund eines möglichen Umdenkens der dänischen Gesetzgeber zum Thema Online Poker. Bisher war das beliebte Online Kartenspiel in Dänemark illegal und somit für viele Einwohner des kleinen Staates quasi ein Ding der Unmöglichkeit, ihrem geliebten Hobby auf legale Weise nachzugehen. Doch nun hat der dänische Gesetzgeber bei der EU in Brüssel ein neues Gesetz vorgelegt, welches Online Pokeranbietern den Weg zum legalen Anbieten ihrer Dienste ebnen soll. Dieses Gesetz wurde, ähnlich wie das von Schleswig-Holstein, von der EU für gut befunden bzw. fand in Brüssel breite Zustimmung. Das Land hat sich dafür entschieden, das Online Pokerspiel niedrig zu besteuern um somit neuen Anbietern den Weg in den Markt zu erleichtern.Viele Kritiker beanstanden nach wie vor, dass eine niedrigere Besteuerung auf Online Pokerspiel – gegenüber traditionellen Anbietern von „offline Pokerspiel“ – nicht gerechtfertigt sei. Da sich Online Anbieter aber einer weltweiten Konkurrenz stellen müssen und somit höhere Werbeausgaben tätigen müssen als beispielsweise traditionelle, regional operierende Anbieter (meist in Monopolstellung), ist eine niedrigere Besteuerung laut Sigrid Ligne, Generalsekretärin der EGBA, durchaus gerechtfertigt. Der staatliche Anbieter „Danske Spil“ wird Anfang nächsten Jahres sein Angebot um Online Poker erweitern. Die Steuern sind für „Dankse Spil“ genauso hoch wie für alle anderen Anbieter. Eine weitere Besonderheit in Dänemark: Der Staat kassiert die Steuern nicht zu 100% selbst ein, sondern führt seit jeher eine Aufteilung derselben durch: 80% der von Unternehmen abgeführten Steuergelder wandern tatsächlich in die Staatskasse und jeweils 10% gehen an zwei sportliche Institutionen zur Förderung junger Talente. Nun geht es im nächsten Schritt daran, die Online Poker – Lizenzen zu vergeben. Dies werden vermutlich 25 an der Zahl sein und somit ist man auch in Dänemark einen Schritt weiter an der Abschaffung des Staatsmonopols.

